SG Reil-Enkirch-Pünderich-Burg
Saison 2009/2010
Nachdem in der letzten Saison der Abstieg eigentlich besiegelt war und der Klassenerhalt nur noch durch unerwartete Ergebnisse in der Rheinlandliga geschafft werden konnte, übernahm zum Beginn der neuen Saison Bernd Horbert den Trainerposten. Schon nach den ersten Testspielen erhielt die Mannschaft eine neue Struktur. Wer hätte zuvor auf eine Viererkette mit Thomas Köck, Maxi Filzen, Ramon Black und Simon Hausmann gesetzt. Natürlich funktionierte diese Formation nicht von Anfang an reibungslos, auch das Mittelfeld musste lernen, in der Rückwärtsbewegung richtig mitzuspielen. So ging der letzte Test gegen den Bezirksligisten aus Müden noch mal kräftig in die Hose. Von der Konkurrenz wurde das Team der SG Reil als potenzieller Abstiegskandidat eingestuft. Das erste Heimspiel gegen den starken Aufsteiger aus Traben-Trarbach endete unentschieden, bei den äußerst schwachen Plattenern wurde deutlich gewonnen. Als dann Wittlich mit 2:0 geschlagen wurde, fand man sich unverhofft im oberen Bereich der Tabelle wieder. Es folgte der erste deutliche Dämpfer, nach einer 4:1 Führung wurde beim Titelfavoriten Laufeld noch 6:4 verloren. Was sollte man davon halten? Einerseits war die Mannschaft in der Lage, einen solchen Gegner 60 Minuten zu dominieren, andererseits bekam man in 30 Minuten 5 Gegentore? Sieg in Dreis, Heimniederlage gegen Salmrohr, Sieg in Neumagen, Heimniederlage gegen Thalfang, konstant war nur die Auswärtsstärke und die Heimschwäche. Kein Problem, solange genügend Punkte eingefahren wurden. Nach Siegen in Zeltingen und Gonzerath (natürlich auswärts) zeigte die Richtung eindeutig nach oben. Folgerichtig wurde das nächste Heimspiel gegen Niederemmel verloren. Gegen eine schwache Elf aus Merscheid gelang dann doch noch ein Heimsieg. Die Niederlage am letzten Spieltag der Vorrunde beim damaligen Tabellenführer in Binsfeld konnte man verkraften. In der Tabelle stand man im oberen Drittel, und die Vorrunde konnte mit 22 Punkten auf der Habenseite insgesamt als Erfolg verbucht werden. Leider begann die Rückrunde nicht so gut. Ein eigentlich ausgeglichenes Spiel gegen Traben-Trarbach wurde verloren und auch in Enkirch wurde mit einer Niederlagen gegen Platten die Heimschwäche konsequent fortgesetzt. Die letzten beiden Spiele fielen aus. So weist die Tabelle derzeit einen trügerischen 6. Platz aus. Gerade einmal 3 Punkte über Tabellenplatz 11, der im letzten Jahr beinahe zum Verhängnis geworden wäre. In den oberen Klassen drängeln, wie in der vergangenen Saison, die Teams aus unserem Bereich im Tabellenkeller. Denkt man dann an die schwachen Rückrunden der letzten Jahre, kann man schon nachdenklich werden.
Die Mannschaft sollte versuchen, ein für sich und die Zuschauer nervenaufreibendes Saisonfinale zu vermeiden. Eine konsequente Vorbereitung auf die noch ausstehenden Spiel ist absolut notwendig. Es reicht wahrscheinlich nicht, wenn man die Zügel bis Fastnacht schleifen lässt und erst dann ernsthaft mit dem Training beginnt. Schon in den letzten Spielen waren Anzeichen von konditionellen Problemen zu erkennen. Für seine persönliche Fitness kann jeder selbst sorgen, da ist kein Mannschaftstraining notwendig.
Das Potential, in der Kreisliga A mithalten zu können, hat die Mannschaft auf jeden Fall. Ein Top-Torwart, eine meist zuverlässige Abwehr und ein guter Angriff sind vorhanden. Das Mittelfeld hat noch Luft nach oben, allerdings musste gerade in diesem Bereich häufig das Personal gewechselt werden. Es waren im Verlauf der Saison Führungsspieler zu erkennen, diese müssen auch weiterhin Akzente setzen und ihre Nebenspieler mitziehen. Vielleicht ist man auch im taktischen Bereich noch steigerungsfähig. Bisher wurde in jedem Spiel die Viererkette konsequent durchgezogen, ob sie funktioniert hat oder nicht, der Gegner konnte sich darauf verlassen.
Also, zeigt was ihr könnt! Der derzeitige 6. Platz ist absolut in Ordnung, den habt ihr auf jeden Fall drauf. Nehmt bitte die Vorbereitung auf die Rückrunde ernst, es ist notwendig!
(-: Vielleicht: Silvesterlauf in Reil anstatt Elfmetertrinken in Pünderich :-)
(Klaus Lay)