Alois Stroh berichtet über    "INSHUTI ZACU"


(Jugendleiter Daniel Mentges und Kreistrainer Alois Stroh mit einer Patenschaftsurkunde)

Ca. 50 Jugendliche und 10 Betreuer waren im Sportlerheim in Reil zusammengekommen, um Kreistrainer Alois Stroh zuzuhören, der über seine Besuche in Ruanda berichtete.

Zu Beginn wurden einige Daten zu Ruanda genannt:
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Ruanda ist etwa doppelt so dich besiedelt wie Rheinland-Pfalz
-  die Kindersterblichkeit liegt bei 18%  (0,5% bei uns)
-  7 bis 8 Nachkommen sind notwendig um einen "Alten" zu versorgen
-  die durschnittliche Lebenserwartung liegt bei 50 Jahren
-  42% der Bevölkerung sind jünger als 15 Jahre
-  die Bevölkerung explodiert, wächst jedes Jahr um 2,78%
-  das durchschnittlich Monatseinkommen liegt bei ca. 30€
-  auf dem Land gibt es kein fließendes Wasser, die Wasserstellen sind meist kilometerweit entfernt

  2001 besuchte Alois Stroh zum ersten Mal als Vertreterdes Fußballkreises Mosel Ruanda. Das Ziel war. den Fußball in Ruanda nach vorne zu bringen, aber auch soziales Engagement zu zeigen. So fanden sie das Kinderheim Inshuti Zacu. Ein Heim, in dem 28 behinderte Kinder untergebracht waren. Doch der Begriff Heim schmeichelete der Situation. Hier waren schwer- oder schwerstbehinderte Kinder unter erbärmlichen Bedingungen untergebracht. Sie schliefen auf dem blanken Boden, hatten keine Toilette, waren den Stechmücken schutzlos ausgeliefert und die nächste Wasserstelle war kilometerweit weg. Behinderte Kinder gelten in Ruanda als Schande und werden oft versteckt oder sogar ausgesetzt. Hier begann der Einsatz der Helfer vom Spielkreis Mosel. Im Laufe der Jahre wurden Betten gekauft und Moskitonetze gekauft, eine Wasserversorgung eingerichtet, Toiletten gebaut, Vieh angeschaft, Land gekauft (als Weide und Ackerfläche). Alles lief unter dem Motto "Hilfe zur Selbsthile". Mittlerweile verfügt das Heim über 8 Kühe und 120 Hasen. Kartoffeln, Zwiebeln und Gemüse werden für den eigenen Bedarf angebaut. So ist es gelungen, einigen behinderten Kindern ein für dortige Verhältnisse menschenwürdiges Leben zu garantieren.

Natürlich kann dieses Heim ohne fremde Unterstützung nicht existieren. Jedoch 60 Euro im Jahr, das heißt nur 5 Euro im Monat, reichen, um die Ernährung und Betreuung eines Kindes in Inshuti Zacu zu sichern.
Die Mädchen des TuS sind schon vor einiger Zeit mit einer solchen Patenschaft ein Beispiel gesetzt.
Geld für mindestens 2 weitere Patenschaften war von Jugendmannschaften der JSG gesammelt worden. Die Betreuer der D-Jugend sagten spontan eine weitere Patenschaft zu.
Es wäre schön, wenn auch die älteren Sportler des TuS oder der SG dem Beispiel unserer Junioren folgen würden. Ihnen steht im allgemeinen mehr Geld zur Verfügung. Was sind schon 60 Euro für eine Mannschaftskasse? Eine Runde am Ballermann!

Die Aktionen der Spielkreises Mosel in Ruanda sind vorbildlich und sollten von allen Seiten unterstützt werden. Schon kleine Spenden erzielen in diesem Projekt ein große Wirkung. Natürlich kann auch jeder helfen, der nichts mit dem Fußball zu tun hat. Der Vorstand leitet entsprechende Spenden oder Wünsche nach Patentenschaften gerne an Alois Stroh weiter.